Kundgebung: Gemeinsam gegen rechten Terror und Gewalt

Datum/Zeit
24.08.2022
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Zentralplatz


24. August 1992: Ein stadtbekannter Neonazi schießt auf dem Koblenzer Zentralplatz auf Menschen, die es seiner Meinung nach nicht Wert sind zu leben: Punks, Drogenkonsument*innen und Obdachlose. Mehrere Menschen werden verletzt, Frank Bönisch stirbt.
Gleichzeitig kommt es in Rostock-Lichtenhagen zu pogromartigen Angriffen auf Geflüchtete und Gastarbeiter:innen durch einen Mob von Randalierer:innen und Rechtsextremist:innen. Tausende Schaulustige applaudieren. Im frisch wiedervereinigten Deutschland kommt es seit Monaten zu zahlreichen Übergriffen auf Geflüchtete, Obdachlose und Linke.
In Rheinland-Pfalz sterben mindestens noch zwei weitere Menschen durch rechte Gewalt, der 17-jährige Kurde Nihad Yusufoglu und der Wohnungslose Dieter Klaus Klein.

24. August 2022: Auch heute sind rechter Terror und Gewalt allgegenwärtig. Es zeigen sich Kontinuitäten und eine blutige Spur des rechten, rassistischen und antisemitischen Terrors. Die Orte Hanau, Halle und München sind zu nennen, ebenso wie die rassistische Mordserie des NSU.
Im vergangenen Jahr erschoss ein rechter Verschwörungsideologe in Idar-Oberstein den Tankstellenmitarbeiter Alex W., als dieser ihn auf das Tragen einer Maske hinwies.

Insgesamt sterben im Jahr 2021 mindestens fünf Menschen durch rechte Gewalt, im Jahr 2020 mindestens 11 Menschen.

Gemeinsam wollen wir den Opfern von rechtem Terror und Gewalt gedenken. Als Teil einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung fordern wir die staatliche Anerkennung der in Rheinland-Pfalz bekannten rechten Morde. Bisher ist dies in keinem der bekannten Fälle geschehen. Weiterhin fordern wir die Einsetzung einer unabhängigen Kommission, um weitere Verdachtsfälle zu überprüfen.

veranstaltet von der ‚Initiative Kein Vergessen Koblenz

[ssba]

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