Solidaritätskampagne für antirassistische Gefangenengewerkschaften!

Im Zuge der antirassistischen Massenproteste der letzten Monate unterstützen wir die aus der IWW hervorgegangene Gefangengenwerkschaft Oakland Abolition & Solidarity in den USA mit einer Spendenkampagne.

Die Spenden gehen über unser Syndikatskonto:

Allgemeines Syndikat Koblenz
IBAN: DE53 5776 1591 2900 0581 00

BIC: GENODED1BNA
Verwendungszweck: BLM

Weitere Informationen auf deutsch: koblenz.fau.org/blm-soli

Weitere Informationen auf englisch: koblenz.fau.org/en-blm-soli

Echte Treffen im Freien und interne Weiterbildung

Am Sonntag trafen wir uns erstmals wieder in echt zu unserer monatlichen Vollversammlung. In den letzten Monaten waren wir corona-bedingt auf online-Treffen ausgewichen. Es hat gut getan uns endlich wieder sehen zu können.

Anschließend an die Vollversammlung gab es einen keinen Workshop zu historischen Kämpfen gegen Sklaverei und Rassismus. Damit starteten wir eine seit längerem geplante Reihe zur internen Weiterbildung.

Auch unseren „Kneipenabend“ werden wir kommenden Freitag wieder nicht-virtuell stattfinden lassen, allerdings ebenfalls unter freiem Himmel. Wir treffen uns an den Rheinwiesen am Oberwerth. Für Details einfach nachfragen.

ASSi auf der Demo gegen Rassismus in Siegen

Am Freitag gab es in Siegen eine Demonstration gegen Rassismus. Auch Genoss*innen der FAU beteiligten sich und zeigten sich solidarisch mit den aktuellen antirassistischen Kämpfen in den USA. Denn Rassismus ist nicht nur in den USA ein Problem und mordende Polizist*innen sind nur die Spitze des Eisbergs.

In Siegen formiert sich aktuell das ASSi (Allgemeines Syndikat Siegen). Aktuell noch angegliedert an das Allgemeine Syndikat Koblenz, steht das mittelfristige Ziel bereits fest: Ein eigenständiges FAU-Syndikat in Siegen.

Arbeitskampf bei Spargel Ritter

Wir waren heute in Bonn um die Arbeiter*innen von Spargel Ritter zu unterstützen, die sich gerade gemeinsam mit der FAU Bonn im Arbeitskampf befinden.

Hauptstreitpunkt sind ausstehende Löhne. Die Arbeiter*innen hatten am Freitag, den 15.5. die Arbeit niedergelegt. Durch den kollektiven Druck konnte bereits die Auszahlung eines Teils der Löhne erreicht werden. Jetzt heißt es nicht nachlassen und solidarisch bleiben.

Die FAU hat außerdem eine Spendenkampagne gestartet, um die Kosten unter anderem für juristischen Beistand abzufedern.

Links:
Website der FAU Bonn
Twitter-Seite der FAU Bonn
Artikel auf fau.org
Spendenaufruf der FAU

ASy Koblenz am 1.Mai 2020

Der erste Mai ist für uns kein Feier-, sondern ein Kampftag!

Historisch ist er aus dem Kampf anarchistischer Arbeiterinnen und Arbeiter für den 8-Stunden-Tag entstanden. Als bei einer entsprechenden Demonstration in Chicago ein Anschlag verübt wurde, nahmen die Autoritäten die Organisatoren der Veranstaltung fest und verurteilte die Mehrheit von ihnen zum Tode. Nicht, weil man ihnen eine Beteiligung nachweisen konnte, sondern weil man sie allein aufgrund ihrer Gesinnung für schuldig erklärte. Diese willkürlichen Justizmorde machten die Opfer zu Symbolfiguren für den Kampf der Arbeiterschaft.

Heute gedenken wir den ArbeiterInnen, denen wir diesen Kampftag wie auch den 8-Stunden-Tag verdanken. Doch wir können dieses Jahr nicht wie sie auf die Straßen gehen – stattdessen haben wir im Verlauf des Tages Statements unserer GenossInnen von heute und damals auf Twitter und Instagram veröffentlicht.

Hier noch einmal die Bilder aus der Gegenwart. Ein besonderer Gruß geht dabei nach Siegen, wo zurzeit Mitglieder des ASy Koblenz ein eigenes Siegener Syndikat aufbauen. Denn auch sie haben sich an unserer Fotoaktion beteiligt und man wird sicher in nächster Zeit noch einiges von ihnen hören.

  

Füllt die Streikkasse der CNT Valencia!

Die CNT Valencia, mit der wir über die Internationale Konföderation der Arbeiter*innen (IKA) assoziiert sind, bestreikt seit Februar die Fabrik von Productos Florida SA in Almassora. Die Streikkasse, auf die die streikenden Arbeiter*innen angewiesen sind, leert sich beständig. Deshalb ruft die CNT Valencia jetzt zu Spenden auf.

Solidarität im Arbeitskampf ist einer der Grundpfeiler der anarchosyndikalistischen Bewegung. Bereits letztes Jahr haben wir unsere Schwestergewerkschaft in Polen – die Inicjatywa Pracownicza – beim Streik im Bildungssektor unterstützt. Und auch dieses Mal beteiligen wir uns finanziell am Arbeitskampf der CNT Valencia.

Bankverbindung:
Bank: CAJA DE INGENIEROS
Kontoinhaber: SINDICATO OFICIOS VARIOS VALENCIA CNT
IBAN: ES81 3025 0010 2514 0003 9305
Betreff: Strike
PayPal: valencia@cnt.es

Mehr Informationen zum Arbeitskampf und wie man sonst untersützen kann, findet sich unter fau.org.

Solidarität mit den Geflüchteten auf Lesbos

Unsere Freund*innen der Antifa Koblenz sammeln Geld für das anarchistische „No Border Kitchen Lesvos“-Kollektiv und eine antifaschistische Organisation aus Athen. Auch in Zeiten von Corona ist Solidariät unsere stärkste Waffe und wir dürfen nicht diejenigen vergessen, die es besonders schlecht erwischt hat. Um die Geflüchteten auf Lesbos auch und gerade jetzt zu unterstützen, rufen wir dazu auf sich an der Spendenkampagne zu beteiligen und steuern auch selbst ein paar Euro bei.

https://www.gofundme.com/f/koblenz-support-for-greece

Die FAU und Corona

Das neue Corona-Virus beschäftigt in den letzten Wochen alle, da ist auch die FAU keine Ausnahme. Während FAU-Syndikate in anderen Städten sich bereits rege am Aufbau von Nachbarschafts-Solidaritätsgruppen beteiligen und regelmäßig Informationen zu Arbeitsrecht in der Corona-Krise veröffentlichen, treten wir als Allgemeines Syndikat Koblenz zurzeit wenig an die Öffentlichkeit.

Trotzdem haben auch unsere Mitglieder alle Hände voll zu tun. Solo-Selbstständige denen die Einkünfte wegfallen, von Kurzarbeit Betroffene oder aufgrund der Krise bereits gekündigte Mitglieder stehen vor persönlichen Herausforderungen, die wir als Gruppe soweit möglich aufzufangen versuchen.

Nicht zu vergessen die gesundheitlichen Auswirkungen: Ein Mitglied lag mit Fieber zu Hause (kein Corona, wie sich hinterher herausstellte) und wurde von Genoss*innen mit allem Nötigen versorgt. Andere unserer Mitglieder gehören zu Risikogruppen und bangen um ihre Gesundheit. Und für wahrscheinlich alle ist die aktuelle Situation eine große psychische Belastung. So ist auch in Zeiten von Corona unsere erste Priorität die gegenseitige Unterstützung und Solidarität innerhalb unseres Syndikats.

Doch wir ziehen uns nicht auf uns selbst zurück, sondern arbeiten auch an einer politischen Intervention in die aktuelle Situation, die insbesondere für Arbeiter*innen zahlreiche Zumutungen bedeutet.

Natürlich versuchen wir darüber hinaus unseren Teil dazu beizutragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Neben dem Basteln eigener Masken gehört dazu auch Social Distancing. Unsere Treffen sind derzeit komplett virtuell und auch unser Kneipenabend findet natürlich nicht statt. Stattdessen erfreuen sich Scribble und andere Online-Aktivitäten zurzeit großer Beliebtheit.

Für mehr Informationen über die FAU und Corona, schaut auf die Corona-Sonderseite unter fau.org. Für konkrete Tipps empfehlen wir die entsprechenden Unterseiten der FAU Jena und FAU Berlin.

ASy Koblenz am Frauen*kampftag

Wie auch im letzten Jahr waren wir heute wieder zum Frauen*kampftag auf der Straße und sind damit dem Aufruf der Antifa Koblenz gefolgt.

Nach wie vor gibt es mehr als genug Gründe für uns, gegen das Patriarchat zu kämpfen. Folgerichtig beteiligten sich FAU-Syndikate in verschiedenen  Städten an den Aktionen rund um den achten März:

Artikel in der “Direkten Aktion”

Hier ein paar Impressionen von der Demo in Koblenz:

 

Gegenseitige Hilfe

Gegenseitige Hilfe – Was ist das und warum tun wir das?

Für viele heißt Gewerkschaft nur Tarifverträge, manchmal Streik und Bratwurst am 1. Mai – für uns heißt Gewerkschaft jedoch mehr als das. Im Januar etwa halfen wir gemeinsam mit einem Freund unserer Gruppe einem unserer Mitglieder beim Renovieren. Wir verlegten Laminat und entsorgten Sperrmüll und alte Elektronik. Im Februar wiederum unterstützten Aktive und Freunde unserer Gruppe eine Familie einer alleinerziehenden Person mit geringem Einkommen beim Umzug. Diese hatte wegen bedrängter Verhältnisse schon länger versucht, umzuziehen. Nach einiger Zeit ergab sich eine Gelegenheit, jedoch musste zunächst auf die Entscheidung des Amtes gewartet werden. Als diese Entscheidung dann endlich fiel, musste alles auf einmal sehr schnell gehen, woran der Umzug fast gescheitert wäre – wenn nicht die Helfenden gewesen wären. Hier könnte die Meldung zu Ende sein, doch die Frage steht im Raum, warum GewerkschafterInnen überhaupt so etwas tun? Tatsächlich bedeutet all dies für uns mehr als Freundschaftsdienste oder Nachbarschaftshilfe. Das was wir „Gegenseitige Hilfe“ nennen ist für uns vielmehr eine Form von Politik, die wir organisiert betreiben.

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