Lohneintreibung in Koblenzer Gastronomie

In den letzten Monaten war das noch junge Allgemeine Syndikat Koblenz erstmals in der Koblenzer Gastronomie tätig: Eines unserer Mitglieder war in einem Koblenzer Gastronomiebetrieb als Haustechniker beschäftigt. Nachdem es bereits zuvor Streit um offene Gehaltszahlungen gegeben hatte, wurde das Arbeitsverhältnis schließlich im August beendet.

Der Konflikt entsteht

Nachdem die Trennung nicht im Guten verlaufen war, schien der ehemalige Arbeitgeber zunächst keine Anstalten zu machen das noch offene Restgehalt auszuzahlen. Obwohl nie angezweifelt wurde, dass noch Gehalt schuldig wäre.

Briefe blieben unbeantwortet, am Telefon wurden wir vertröstet. Bemerkenswert häufig war unsere Ansprechpartnerin zufällig gerade nicht im Haus. Wenn wir sie erreichten, bekamen wir die Antwort, das Geld gehe zeitnah raus. Aber wochenlang passierte nichts.

Eine direkte Aktion führt zum Erfolg

Also beschlossen wir ein paar Freunde zur moralischen Unterstützung einzuladen und gemeinsam das persönliche Gespräch vor Ort zu suchen. Um nicht weiter hingehalten zu werden, verzichteten wir darauf vorher einen Termin zu vereinbaren und statteten dem Unternehmer einen persönlichen Besuch ab.

Nach anfänglichen Versuchen uns abzuweisen, bekamen wir nach kurzer Zeit doch die Möglichkeit mit dem Chef persönlich zu spechen. Nach einer zum Teil hitzigen Diskussion bekamen wir von unserem Gesprächspartner persönlich die Garantie, dass das Geld bald auf den Weg gehe.

Und tatsächlich: Nach ein paar weiteren Telefonaten und Emails ist mittlerweile alles überwiesen. Warum denn nicht gleich so?

Kontakt

Hast du auch Probleme mit deinem Arbeitgeber? Oder möchtest du dich gewerkschaftlich organisieren, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist?

Schreib uns eine Email oder sprich uns bei der nächsten Gelegenheit an, dann vereinbaren wir ein Treffen zum Kennenlernen: Kontakt

Oder schick uns direkt einen ausgefüllten Mitgliedsantrag und komm auf die nächste Vollversammlung (Einladung per E-Mail): Mitgliedschaft

1 Jahr ASy Koblenz

Vor einem Jahr als Allgemeines Syndikat Koblenz gegründet, haben wir uns kurz darauf der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union angeschlossen. Also auf alle Fälle mal ein Grund zu feiern. Danke an alle, die uns mit Rat und Tat das letzte Jahr begleitet haben.

ASy Koblenz auf der „Fridays for Future“-Demo

Heute gingen weltweit Menschen auf die Straße um für sofortige Maßnahmen gegen den den Klimawandel zu demonstrieren. Allein an der „Fridays for Future“-Demonstration in Koblenz beteiligten sich Tausende.

Das Allgemeine Syndikat Koblenz war unter demo Motto Unions for Future – System Change, not Climate Change im antikapitalistischen Block der Demo vertreten. Denn ohne einen radikalen Wandel unseres Wirtschaftssystems ist nachhaltiger Klimaschutz nicht möglich.

Mehr Inhaltliches findet sich in unserem Aufruf zur Demo: Link

Aufruf zur „Fridays for Future“-Demonstration am 20.09.2019

Das Allgemeine Syndikat Koblenz ruft dazu auf sich am 20.09.2019 um 11:55 Uhr an der „Fridays for Future“-Demonstration am Hauptbahnhof Koblenz zu beteiligen.

Lasst uns gemeinsam das Klima retten!

Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlage von Milliarden von Menschen. Es ist höchste Zeit die Treibhausgasemissionen drastisch zu senken.

Ganzer Aufruf: „Fridays for Future“-Demonstration am 20.09.2019

 

ASy Koblenz am Frauen*kampftag

Heute beteiligte sich das Allgemeine Syndikat Koblenz (ASy Koblenz), das Teil der bundesweiten Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) ist, an verschiedenen Aktivitäten zum Frauen*kampftag in Koblenz. Unter anderem schlossen sich die GenossInnen der Demo gegen das veraltete Frauenbild der AfD an und verteilten die Sonderausgabe der anarchosyndikalistischen Zeitung Direkte Aktion, die die feministische Arbeitsgruppe fem*fau innerhalb der FAU zu diesem Anlass zusammengestellt hat.

Der achte März ist seit rund hundert Jahren gemeinsamer Aktionstag der weltweiten feministischen Bewegung und hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Noch immer sind Frauen, sowie Trans- und Intersexuelle in unserer Gesellschaft strukturell benachteiligt.

Das ASy Koblenz kämpft für eine freie Gesellschaft, in der Menschen nicht mehr aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. „Anarchosyndikalismus bedeutet für mich den täglichen Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Das schließt natürlich auch den Kampf gegen das Patriarchat mit ein“, sagt Jennifer Müller, die selbst Mitglied im ASy Koblenz ist.

Und auch an anderen Orten kämpfen AnarchosyndikalistInnen gegen das Patriarchat. So beteiligten sich im letzten Jahr die anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CNT und CGT in Spanien an einem feministischen Generalstreik, an dem über fünf Millionen Menschen teilnahmen und dessen Fortsetzung für dieses Jahr angekündigt war. Auch andere Syndikate der FAU riefen zum diesjährigen Frauen*kampftag zu verschiedenen Aktionen auf.